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Ich höre wie jemand hinter mir in die Hände klatscht. Langsam drehe ich mich um. „Wunderbar, Julian,  wirklich wunderbar. Du hast alle deine Fehler wieder gut gemacht. Doch uns ist heute Nacht klar geworden,  dass du nicht dazu bestimmt bist ein Bringer zu sein. Weder ein Albtraum- noch ein Traumbringer. Also gib  mir bitte, das Säckchen mit dem Sand zurück“ „Aber, aber du hast doch gesagt, dass ich dazu gemacht wäre  ein Traumbringer zu sein“, meine Stimme zittert, das ist einfach zu viel für mich, viel zu viel. „Das bist du ja  auch, aber nicht in der herkömmlichen Weise. Du bist eher ein Schenker, kein Bringer. Wenn du an einem  Menschen vorbeiläufst, dann fängt dieser wieder das träumen an. Ohne das du es merkst, gibst du den  Menschen wieder Hoffnung, dass ihre Träume wahr werden könnten und das ist viel wichtiger, als die Träume in der Nacht“ David nimmt sich das Säckchen, das auf meinem Schreibtisch steht, bevor er wieder in seinen  üblichen Nebelschwaden verschwindet. Ich bin also ein Schenker? Und dafür muss ich nicht mehr tun, als einfach so weiter zu leben wie bisher? Na das ist ja mal cool. Ich gähne, ich bin also auch wieder müde. Kann ich auch wieder schlafen? Die Sonnenstrahlen kitzeln mich an der Nase, als ich am nächsten Morgen aufwache. Es ist das schönste Gefühl auf der ganzen Welt, nachdem ich es auch nur ein paar Tage nicht mehr erlebt habe. Wie jeden Morgen schaue ich zuerst auf mein Handy. Eine SMS von Jasmina. Können wir uns heute wieder treffen? Also, ein Treffe so in Date-Form? Ich grinse in mich hinein und tippe zurück Natürlich, ich würde mich sogar sehr sehr freuen. Ich spüre, dass es mit ihr klappen wird, denn das ist mein Traum. Okay, vielleicht habe ich ja etwas übertrieben und es ist nicht alles anders. Ich gehe immer noch in den Fußballverein und ich schaue immer noch die 20:15-Uhr-Filme an, aber ich bin jetzt mit Jasmina zusammen. Und so ein Mädchen beansprucht ziemlich viel Zeit. Außerdem weiß ich jetzt woher die Träume kommen und ich habe mich gut mit Tobi und David angefreundet. Die beiden meinen, dass meine Macht die größte ist, aber da bin ich mir nicht so sicher. Ab und zu zwingen sie mich sogar mehr oder weniger dazu irgendwelche Menschen zu berühren, damit diese wieder Hoffnung schöpfen, aber das ist mir eigentlich egal. Ich freue mich, dass ich den Menschen helfen kann. Noch mehr freue ich mich allerdings, dass mein Leben jetzt endlich interessant ist und das kommt vor allem durch Jasmina.
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